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06.06.2021 Fahrrad-Demos in ganz Deutschland

Für eine alternative Mobilität!

Für eine Verkehrswende in Deutschland und gegen den unvernüftigen und teuren Autobahnbau wurde gestern und wird heute an vielen Orten demonstriert. In Berlin kostet der der Weiterbau des Innenstadtrings A100 z.Zt. 200.000€ pro Meter, das sind eine Million Euro für 5 Meter Autobahn. Da können dann im üblichen Stau gerade mal 3 Autos nebeneinander stehen!

Auf den dafür verbauten Flächen ließen sich für ein Promille des verbauten Geldes dringend notwendige Wohnungen oder Erholungsflächen für die Menschen in der Stadt errichten. Auch der rot-rot-grüne Berliner Senat kann sich scheinbar nicht aus den Fesseln der Berliner Baulobby und den Vorgaben des Bundesverkehrswegeplans befreien.

Gestern radelten mehrere Tausend Menschen durch Tempelhof, Neukölln und Treptow, heute ruft der ADFC zur traditionellen Sternfahrt zum Brandenburger Tor auf.

Polizei verbietet Radrouten durch den Autobahntunnel – wegen Sicherheitsbedenken

Für beide Demonstrationen wurde den Fahrraddemonstration verboten, durch den Britzer Tunnel der Stadtautobahn zu fahren, angeblich wegen "gefahrenabwehrrechtlicher Gründe“. Warum diese Gefahren bei Radfahrern mit 15-20km/h und jeweils 10m Abstand drohen, aber bei Autos mit 80km/h nicht, das muss wohl nun vor Gericht geklärt werden.

Ob die bei der Demo angeordnete Maskenpflicht bei den Abständen der Radfahrenden ärztlich empfohlen ist oder ob es sich um eine polizeiliche Vermummung aller Demonstrierenden handelte, wird wohl nie geklärt werden.

Vermutlich hatte die Polizei eher Bedenken, dass Teilnehmer an den Tunnelwänden politische Parolen hinterlassen. Die Polizei hatte auch alle Zufahrten zu den Baustellen des Bauabschnitts 16 durch starke Kräfte abgesperrt, denn bereits gestern Morgen hatten Demonstranten das Baugelände besetzt.


Inzwischen ist die ADFC-Sternfahrt Berlin gestartet, die weltweit größte Fahrrad-Demonstration, die jedes Jahr im Juni aus der Umgebung Berlins bis ins Stadtzentrum stattfindet. Es demonstrieren (hoffentlich) wieder mehr als 100.000 Menschen für bessere Bedingungen für den Radverkehr und die gleichberechtigte Nutzung des Fahrrades als Verkehrsmittel.

Mehr Fotos gibt es demnächst in unserer Bildergalerie.

Mehr dazu bei https://www.a100stoppen.de/a100stoppen-fahrraddemo-24-05-2021/
und https://adfc-berlin.de/aktiv-werden/bei-demonstrationen/sternfahrt.html
und https://www.tagesspiegel.de/berlin/fahrrad-demos-in-berlin-polizei-verbietet-radrouten-durch-den-autobahntunnel-wegen-sicherheitsbedenken/27256008.html


Kommentar: RE: 20210606 Fahrrad-Demos in ganz Deutschland

Der E-Auto #Lobbyismus der #Grünen ist #umweltschädlich!

Gü., 29.06.21 10:10


RE: 20210606 Fahrrad-Demos in ganz Deutschland

Es gäbe sicherlich Lösungen für dichte und eng getaktete Nahverkehrssysteme, welche funktionieren könnten und zwar sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. “Ich will aber so schnell von Lindlar bis Köln Kalk wie mit dem Auto und bitte ohne Fußwege und ohne Umsteigen” wird aber gewiss nicht funktionieren, aus mehr als einem Grund.
https://brouter.de/brouter-web/#map=10/50.9101/7.6540/osm-mapnik-german_style&lonlats=7.379712,51.019361;7.004479,50.93808&profile=car-fast
Auto 33,4 km Reisezeit 0:33 h
Rennrad 32 km Reisezeit 1:35 h
Bahn (lt. Google) 1:21 h
Ich weiß schon, warum ich mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren bin und nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln, obwohl ich ein Jobticket hätte haben können. Brouter weist mir für meine Strecke für Treckingrad 11 km und 40 Minuten aus (rauf) oder 28 Minuten (runter) bzw. 12 km und 41/29 min für die Strecke, die ich tatsächlich fuhr. Gebraucht habe ich im Juni 2008 tatsächlich mit dem Rennrad 41/28 min, per Navi-Aufzeichnung gemessen.
Der wesentliche Unterschied zu Bus&Bahn war nicht der Zeitbedarf, sondern die Zuverlässigkeit. Auch wenn das Fahrrad mit 1:10 h pro Tag statt 1:38 h mit Bus&Bahn gar nicht so schlecht abschneidet.
Mit dem Rad bin ich nämlich auch im dicksten Winter zuverlässig termingemäß angekommen, indem ich zehn Minuten zugab. Aus dem von Google oder dem regionalen Informationssystem ermittelbaren 49 Minuten Wegzeit (im 30-Minuten Takt), incl. 15 Min Fußweg wurden nämlich schon mal zwei Stunden (pro Richtung!) auch schon zu guten Zeiten. Wenn nämlich bei unterschiedlichen Verbindungen (einerseits S-Bahn, andererseits ein selten verkehrender Bus rauf auf den Campus) mit ungünstigen Anschlüssen eine der beiden Verbindungen ausfällt und die andere ungünstig kommt, steht man ggfs. Stunden auf einem zugigen Bahnhof herum.
Einen älteren Kollege (d.h. jedenfalls nicht viel jünger als ich) traf ich in der Zeit, in der ich nicht radfahren konnte, regelmäßig im Bus an - der hatte ein modernes Faltrad, das er je nach den Umständen benutzte, oder je nach Wetter, Laune und Verfügbarkeit in den Bus sprang bzw. in der Bahn auftauchte. Insb. die Steigung rauf auf unseren Hügel suchte er offenbar zu vermeiden. Konnte ich zwar nicht ganz nachvollziehen, mir hat die immer viel Spaß gemacht, aber grundsätzlich ist das Verfahren auch eine gute Idee, wenn Haltestellendichte, Takt oder Wetter zu wünschen übrig lässt.

Wo., 29.06.21 10:13


RE: 20210606 Fahrrad-Demos in ganz Deutschland

Abgesehen davon, wie realistisch autonome Kleinwagen ausgerechnet auf dem Lande sind: Vom Steuerzahler oder per Anwohnerabgabe finanzierte Leihautos, ob autonome oder nicht autonome, davon halte ich überhaupt nichts.
Wir sollten endlich aufhören, Luxusformen von Mobilität auf diese Weise zu subventionieren. Das zementierte lediglich ein Anspruchsverhalten, das unangemessen ist. Den Parkplatz vor meinem Haus habe ich zwei mal bezahlt, einmal als Steuerzahler, dann über eine nicht zu knappe Anliegerabgabe. In den gut sechs Jahren, in denen wir gar keine Auto hatten, hatte ich mal versucht, einen Anwohnerparkausweis (€50 im Jahr) für wenigstens eines unserer Fahrräder zu bekommen, das Hollandrad samt Kindersitz und großen Packtaschen die Treppe hochzuschleppen ist recht beschwerlich. Man hat mich ausgelacht.

St., 29.06.21 10:23


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Tags: #Alternativen #Mobilität #Fahrrad #Autobahnbau #A100 #Transparenz #Informationsfreiheit #Meinungsmonopol #Meinungsfreiheit #Verschwendung #Soziales #Gleichberechtigung #Gender #Diskriminierung #Ungleichbehandlung #Freizügigkeit #Kfz #Verhaltensänderung #Klima #Umwelt
Erstellt: 2021-06-06 08:25:48
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