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29.03.2020 Untaugliche Überwachungsmaßnahmen

"Jede Beobachtung hat einen blinden Fleck"

Schon nach nur 2 Tagen müssen wir unseren Artikel Edward Snowden warnt vor Überwachung erweitern, denn es gibt weitere Informationen über die (vergeblichen) Versuche dem Virus  mit technischen Überwachungsmöglichkeiten auf die Schliche zu kommen.

Beginnen wir mit einem Artikel in der Zeit über die politischen Implikationen, wenn "ein Staat" in der Krise versagt. So hat die chinesische Parteibürokratie in Wuhan in der Anfangsphase in der sich das Virus vielleicht noch hätte eindämmen lassen, nicht auf den Entdecker des Coronavirus, Li Wenliang, gehört – sondern ihn zum Schweigen gebracht. Sein Hilferuf, Patienten seien mit einem Sars-ähnlichen Virus befallen, erschien der Bürokratie gefährlicher als das Virus selbst.

Damit wurde wertvolle Zeit verschenkt, die auch mit den verschiedensten Überwachungsmethoden nicht aufgeholt werden konnte. Warum Handyortungen mit Genauigkeiten von 10-100m keine Aussagen über Infektionsketten machen, haben wir im letzten Artikel bereits erläutert. Trotzdem  versuchen es unsere Politiker scheinbar mit dem Slogan "Von China lernen, heißt siegen lernen".

  • Das Telekommunikations-Unternehmen A1 in Österreich A1 gibt zur Coronavirus-Epidemie die Bewegungsprofile aller Handy- NutzerInnen anonymisiert an Regierungsstellen - angeblich DSGVO-konform.
  •  Die deutsche Telekom liefert über ihre Tochter Motionlogic Bewegungsdaten (nur Daten der Mobilfunkzelle, nicht GPS) an das Robert- Koch- Institut RKI, „um Ansteckungsketten besser nachzuvollziehen“.
  • Seit dem 19. März 2020 ist auch die O2– Muttergesellschaft Telefonica zu ähnlichen Datenübermittlungen bereit.
  • Auch Singapur nutzt eine App auf Bluetooth-Basis für contact tracing.

Die in Deutschland genutzten Daten sind jeweils auf über 30 Personen aggregiert und gelten als anonymisiert, im Gegensatz zu Israel, wo ein Tracking individueller Bürger durchgeführt wird. Allerdings sagte RKI-Chef Wieler am 17. März 2020 in Berlin laut Tagesspiegel, auch personalisierte Handy-Daten auszuwerten hielte er für "ein sinnvolles Konzept".

Glücklicherweise war für die Justizministerin "auf den ersten Blick keine spezifische Rechtsgrundlage ersichtlich“ und auch der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber sieht das als rechtlich bedenklich an. Am 28. März warnte der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber, die Coronavirus-Epidemie dürfe nicht dazu führen dass „Grundrechte über den Haufen geworfen werden“. Gerade die Kombination von zwischenmenschlichen Beziehungen und Krankheitsdaten, die in der Verknüpfung von Bewegungs- und Gesundheitsdaten liegen, bergen große Gefahren für die Demokratie.

Aber, wie 2MECS berichtet, die Erosion unserer Grundrechte geht weiter: Am 25. März wurde bekannt, dass 8 Mobilfunk-Unternehmen sich mit der EU-Kommission geeinigt haben, dass anonymisierte "aggregierte" Mobilfunkdaten zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie an die Kommssion weitergegeben werden (Deutschen Telekom, Vodafone, Orange, Telefonica, Telecom Italia, Telenor, Telia und A1 ).

Der Author des Artikel ist von diesen Überwachungsmaßnahmen nicht betroffen, da ohne Handy lebend ;-)

Mehr dazu bei https://www.2mecs.de/wp/2020/03/coronographien-2-datenschutz-und-bewegungsprofile/
und https://www.zeit.de/2020/09/coronavirus-covid-19-china-epidemie-ueberwachung
und Protecting Civil Liberties During a Public Health Crisis von EFF https://www.eff.org/deeplinks/2020/03/protecting-civil-liberties-during-public-health-crisis


Kommentar: RE: 20200329 Untaugliche Überwachungsmaßnahmen

Ich bin dafür, die Lockerung von Ausgangssperren und Kontaktverboten an die Auflage zu knüpfen, freiwillig eine App zu benutzen, die nicht nur GPS Bewegungsprofile erstellt sondern auch über Bluetooth die Kontakte aus der näheren Umgebung speichert.

Ka., 29.03.2020 13:08


RE: 20200329 Untaugliche Überwachungsmaßnahmen

In Wirklichkeit zeigt sich zurzeit, dass unsere Grundrechte vorzüglich funktionieren und unser Staat selbst in der Krise mit Augenmaß handelt. Wir können uns im Großen und Ganzen frei bewegen und alles tun, was nicht als Gruppenbildung auffällt oder von gegenwärtig geschlossenen Einrichtungen abhängt. Ich war gestern eine Weile im Park, dort taten die Menschen, was man an einem schönen Frühlingstag eben tut, nur halt nicht in Massen. Die Polizei kommt ab und zu gucken und macht eine Durchsage zur Erinnerung, hält sich ansonsten jedoch zurück, solange ihr niemand einen Anlass zu Einschreiten bietet.
Vielleicht können wir Selbstinszenierungen als verfolgte Bürgerrechtler im heldenhaften Kampf gegen den bevorstehenden Sieg der Gewaltherrschaft mal ein wenig leiser drehen. Sie erscheinen jetzt noch weniger glaubhaft als sonst schon. Hier erodiert nichts, im Gegenteil: Unsere Institutionen bewähren sich.

Sv., 29.03.2020 14:33


RE: 20200329 Untaugliche Überwachungsmaßnahmen

Man sollte lesen diesen Artikel der EFF ( Protecting Civil Liberties During a Public Health Crisis (https://www.eff.org/deeplinks/2020/03/protecting-civil-liberties-during-public-health-crisis)) Er listet fünf Grundsätze bzw. Anforderungen an Überwachungsmaßnahmen auf, von denen m.E. bisher keine erfüllt ist, wenn man die bereits begonnenen Aktivitäten daran mißt. Man könnte sich an diese Prinzipen halten, ohne daß dies dem angestrebten Zweck abträglich wäre.
Ein Staatswesen, welches eine mit genügend Vorlauf anrollende Krise nutzt, um ohne Not Überwachung im chinesischen Stil zu etablieren, verdient das Attribut demokratisch nicht bzw. nicht mehr.

Wo., 29.03.2020 14:50


RE: 20200329 Untaugliche Überwachungsmaßnahmen

es geht in dem Beitrag doch eher um Telefondaten, weniger um Spaziergänge.

In., 29.03.2020 14:53


RE: 20200329 Untaugliche Überwachungsmaßnahmen

Jedoch halte ich es trotzdem für notwendig, Versuchen entgegenzutreten, dies zu ändern, und Einwände rechtzeitig zu äußern. Eine Mindestvoraussetzung dafür ist ein offener Disput darüber, was sinnvoll und notwendig ist, und was nicht. Nicht alles ist so offensichtlich wie der Abstand, den zwei Personen voneinander halten.

Wo., 29.03.2020 15:15


RE: 20200329 Untaugliche Überwachungsmaßnahmen

Kannst Dich ja einsperren lassen. So jetzt von einem der renomiertesten Medizin Journalen der Welt nochmal schriftlich, weil du die Fakten ausblendest. Oder Dir die Propaganda die Fakten vielleicht schon die Fakten weggeblendet haben, damit du nicht merkst das hier um fundamentale Freiheitsrechte geht:
NEW ENGLAND JOURNAL OF MEDICINE vom 26. März 2020
Covid-19 — Navigating the Uncharted
by Anthony S. Fauci, M.D., H. Clifford Lane, M.D., and Robert R. Redfield, M.D.
Quote:
“This suggests that the overall clinical consequences of Covid-19 may ultimately be more akin to those of a severe seasonal influenza (which has a case fatality rate of approximately 0.1%) or a pandemic influenza (similar to those in 1957 and 1968) rather than a disease similar to SARS or MERS, which have had case fatality rates of 9 to 10% and 36%, respectively.”
0,1% Sterblichkeit? So warum 2 Mrd. Menschen einsperren?
https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMe2002387
Im Überblick:
- Absolute Sterberaten in Europa haben sich (inlusive Coronatote) zu letztem Jahr verringert!!!
- 2,9 Millionen Menschen weltweit sind dieses Jahr bereits durch vom Mensch zu Menschnübertragbaren Infektionskrankenheiten gestorben (Stand seit Januar 2020)
- weltweit 110.000 Influenzatote (Stand seit Januar 2020)
- ganz am Rande: 24.000 Kinder sterben an Hunger jeden Tag (Könnte man ja mal eine Billionschutzschild über die ausbreiten.)
Dagegen: Gesamtzahl Coronatote (bei dem alles zählt was post mortem eine Virus drin hat und nicht auf den Vorbedingungen schaut) sind ca. 30.000 (Stand bis heute)
Ganz ehrlich: Wo ist die Herdendummheit?!!!
#wirwollenauchleben #keinlebenohnefreiheit #fuckcorona #freiheitjetzt

Ch., 30.03.2020 10:48


RE: 20200329 Untaugliche Überwachungsmaßnahmen

Unsinn alles schwarz weiss. Schau nach Schweden so macht man es: Risikogruppe. Isolieren und nicht die ganze Gesellschaft, keine Panik verbreiten und die Wirtschaft am.leben lassen.

In., 30.03.2020 12:10


RE: 20200329 Untaugliche Überwachungsmaßnahmen

Coronavirus: Irreführung bei den Fallzahlen nun belegt
https://multipolar-magazin.de/artikel/coronavirus-irrefuhrung-fallzahlen

Gu., 30.03.2020 15:57


RE: 20200329 Untaugliche Überwachungsmaßnahmen

Wer die #Freiheit aufgibt, um #Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin) - Ich unterstelle, daß man sich nicht mehr frei bewegt, wenn man überwacht wird! Oder man schaltet die #Überwachung gar aus, wenn man an bestimmten Orten nicht überwacht werden will. Somit ist die Sinnhaftigkeit ohnehin (zumindest teilweise) passé, richtig?!
#Tracking nein danke!
Schaar: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Peter-Schaar-Mit-heisser-Nadel-gegen-das-Virus-4693535.html

Do., 31.03.2020 10:29


Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/38F
Link zu dieser Seite: https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/7216-20200329-untaugliche-ueberwachungsmassnahmen.htm
Link im Tor-Netzwerk: nnksciarbrfsg3ud.onion/de/articles/7216-20200329-untaugliche-ueberwachungsmassnahmen.htm
Tags: #Krise #Notstand #Katastrophe #Corona #Bürokratie #Geodaten #GPS #Lauschangriff #Überwachung #Vorratsdatenspeicherung #Videoüberwachung #Rasterfahndung #Datenbanken #Entry-ExitSystem #eBorder #Freizügigkeit #Unschuldsvermutung #Verhaltensänderung
Erstellt: 2020-03-29 09:09:10
Aufrufe: 634

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